Das Ruhrgebiet ruft: Vorschau auf die Whisky’n’More 2019

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine kleine Vorschau auf eine der führenden Messen des Ruhrgebiets: Die Whisky’n’More in Hattingen.

Das LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen und Veranstalter Frank Gauert (Cask Alive!) locken dieses Frühjahr am Freitag, den 15. März (16 – 22 Uhr) und Samstag, den 16. März (12 – 20 Uhr) wieder Liebhaber des “Wasser des Lebens” zur nun schon 11. Auflage der Whisky’n’More.

Im Vorfeld habe ich mich für diesen Artikel wieder mit Sebastian Büssing (Cask Alive!) über die Aussteller und das Messeprogramm unterhalten. Wie in jedem Jahr soll den Besuchern ein vielfältiges Angebot dargeboten werden. Eine vollständige Ausstellerliste findet Ihr hier verlinkt. Ein paar Neuigkeiten will ich aber gesondert hervorheben:

Zum ersten Mal mit dabei ist der Historical Barber, der im Ambiente des 19. Jahrhunderts frisiert. Neu ist auch, dass in diesem Jahr ausschließlich das Cafe-Z aus Hattingen für die Versorgung der Gäste mit Kaffeespezialitäten sorgt. Besonders zu erwähnen ist eine auf der Messe exklusiv vorgestellte Kaffeesorte, deren Bohnen mit mild rauchigem Whisky geröstet wurden, was Ihr nach Angabe des Herstellers eine nussig vanillige Note mit schöner Süße und delikatem Highland Rauch verleiht.

Cask Alive!

Cask Alive! präsentiert als exklusives Messe-Bottling einen Single Malt aus den Highlands, zunächst gereift in einem 1stFill Bourbon-Fass. Anschließend wurde dieser Malt Whisky aufgeteilt und durfte getrennt zu 50% in Virgin Oak Fässern aus Europäischer Eiche und zu 50% in einem ehemaligen Islay-Fass weiter reifen und wurde dann für die Messe in einem 60 Liter Fass vermählt. Der Alkoholgehalt beträgt 54,7% vol.

Das Messe-Bottling durfte ich bereits probieren: Schöne warme Karamell- und Vanillenoten strömen in die Nase, getragen von einer angenehmen Würzigkeit (Zimt,, Nelke) sowie Tabakblätter und warmes Holz. Der Rauch aus dem Islay-Fass fällt dagegen in der Nase äußerst dezent aus, nur mit ein Hauch davon lässt sich im Hintergrund erahnen. Am Gaumen kräftig würzig mit einer intensiven Karamellnote, welche die Würzigkeit umspielt, leicht prickelnd und pfeffrig, mit öliger Textur. Im Nachklang kräftig, wärmend und lang. Nun kommt auch der Rauch durch, glimmende Holzscheite, warme Asche, dann Eiche, Tabak, Zimt.

Wie bei Cask Alive! üblich, dürfen die Besucher das Messe-Bottling selbst abfüllen und bekleben, frei nach dem Motto “Fill your own bottle”

Am Stand wartet auf die Besucher ferner mit dem “Tasmanian Devil” ein Whisky aus Australien, gereift in einem Pinot Noir Fass und anschließend für 6 Monate nachgereift in einem heavily peated Ex-Islay Fass, erhältlich in einer angenehmen Trinkstärke von 46,1% vol.

Aus dem Vorjahr dürfte den Besuchern noch der Macallan aus dem Shiraz-Fass bekannt sein, der nun ein Jahr älter ist und mit 56,2 % in die Flasche gefüllt werden darf.

Neu im Sortiment ist ein deutscher Whisky aus der Brennerei Habbel in Sprockhövel, die ich auch schon besuchen durfte. Der “Hillock” wurde auf Roggenbasis destilliert, ist fünf Jahre alt und kommt in Fassstärke mit 64,8% vol. sowie einem sechs monatigen Finish in einem Maulbeerbaum-Fass zur Messe.

Neben einem 16jährigen Knockandoo aus einem Oloroso-Sherry-Fass mit anschließendem PX-Finish verrät Sebastian noch eine kleine Sensation:

Wir konnten noch eine echte Rarität für die Besucher ausgraben – einen japanischen Blend aus dem Jahre 1967. Die Freude ist groß, diesen auf der kommenden Messe präsentieren zu dürfen.

Sebastian Büssing, Februar 2019

Tastings

Besonderen Wert legt der Veranstalter erneut auf eine Vielzahl von Tastings, die Freitag und Samstag gebucht werden können. Die vollständige Liste der Veranstaltungen verlinke ich hier.

Neben Tastings für Einsteiger (Whisky Universität) gibt es auch wieder Masterclasses für Fortgeschrittene. Besonders hervorzuheben ist in diesem Jahr am Freitag ein Tasting präsentiert von Frank Gauert, welches unter dem Motto “Port’n’Whisky” steht. Zusammen mit dem Portweinexperten Axel Probst werden vier verschiedene Portweine und dazu drei passende Whiskys aus Portweinfässern verkostet.

Tabea von Celtic Events lädt am gleichen Tag zu “Young Women – Old Whisky” ein.

Wie auch im letzten Jahr ist Sebastian Büssing Gastgeber eines internationalen Whisky-Tastings bei dem exklusiv ein taiwanesischer KAVALAN Distillery Select wartet, der auf dem Markt so (noch) nicht erhältlich ist. Dazu hat Sebastian aus Südafrika von der James Sedgwick Distillery (bekannt für den Bain’s) den “Three Ships” mitgebracht. Und wer noch die letzten erhältlichen Tropfen Nikka Coffee Bean probieren will, der erhält hier noch einmal Gelegenheit.

Auch die diesjährige Whisky’n’More dürfte wieder ein tolles Event werden. Der Besuch im letzten Jahr war jedenfalls absolut lohnenswert (hier gibts noch mal den Artikel dazu: Nachlese whisky’n’more 2018). Wer ausgiebig mit den Ausstellern plaudern und mehr Informationen an den Ständen erhalten möchte, der sollte einen Besuch am Freitag in Erwägung ziehen, an dem es erfahrungsgemäß etwas ruhiger zugeht.

Vielen Dank an Sebastian Büssing für das Gespräch sowie für das Sample vom Messe-Bottling.

Björn Bachirt
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